Erkrankung des zentralen Nervensystems, die zu einer fortschreitenden Lähmung aller willkürlich innervierten Muskeln führt.
Ursache: Die amyotrophe Lateralsklerose wird durch den Untergang bestimmter Nervenzellen bzw. Nervenbahnen verursacht, die die Muskeln innervieren.
Befund: Es kommt zu asymmetrischer Muskelschwäche und Muskelschwund insbesondere der Hände. Dabei zeigt sich auch eine abnorm erhöhte Muskelspannung (Spastik). Die Sprache wird verwaschen, es treten Schluck- und Atemstörungen auf. Die geistigen Fähigkeiten des Betroffenen bleiben jedoch von der Erkrankung völlig unberührt.
Behandlung: Riluzol ist bisher das einzige Medikament mit nachgewiesenem krankheitsverzögerndem Effekt beim Menschen. Da die amyotrophe Lateralsklerose nicht heilbar ist, erfolgt die Therapie symptomatisch und umfasst Krankengymnastik, Logopädie, künstliche Ernährung sowie die Versorgung mit geeigneten Hilfsmitteln, z. B. Rollstuhl und Esshilfen. Nach einer Krankheitsdauer von durchschnittlich 3–5 Jahren (manchmal aber auch bis zu 15 Jahren) tritt oft wegen der Verschlechterung der Atem- und Schluckfunktion eine Lungenentzündung auf, die meist zum Tode führt.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 07.12.2010
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung