vermehrte Urinansammlung in Niere und Harnleiter aufgrund einer Abflussbehinderung. Eine Harnstauung kann durch Verlegung der Harnleiterlichtung durch einen Harnstein oder einen Tumor bedingt sein. Zugrunde liegen können auch narbige Schrumpfungen der Harnleiterinnenwand nach Entzündungen oder Veränderungen der Muskulatur der ableitenden Harnwege. Da der erhöhte Druck in den ableitenden Harnwegen zu einer sackartigen Erweiterung des Nierenbeckens und damit zur Druckschädigung des Nierengewebes mit dauerhafter Schädigung der Niere (Harnstauungsniere, Hydronephrose) führen kann, müssen die Ursachen beseitigt werden. Harnsteine können zertrümmert (Lithotripsie), notfalls auch operativ entfernt werden. Letzteres gilt auch für Tumoren. Bei Narbenzug im Harnleiter wird die Engstelle entfernt, bei Verkrampfung bzw. Erschlaffung der Muskulatur helfen oft Medikamente.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung