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Eiterflechte

Eiterflechte,
Impetigo:

oberflächliche, bakterielle Infektion der Haut.

Ursache: Die Eiterflechte wird durch Streptokokken oder Staphylokokken ausgelöst, wobei die Erkrankung durch mangelnde Hygiene, vorgeschädigte Haut und allgemeine Abwehrschwäche begünstigt wird. Sie betrifft überwiegend Kinder und ist sehr ansteckend, weshalb es zu gehäuften Erkrankungen in Kindergärten und Schulen kommen kann. Die Inkubationszeit beträgt 2–10 Tage.

Befund: Es werden zwei Formen unterschieden: Die häufigere kleinblasige Eiterflechte ist meist eine Streptokokken-Infektion mit kleinen, oberflächlichen Bläschen, die sich zu Pusteln weiterentwickeln können und nach deren Platzen typische honiggelbe Krusten auf gerötetem Grund entstehen. Sie kommt v. a. im Gesicht und an den Extremitäten vor. Als Komplikation kann mehrere Wochen nach Abheilen der Hautveränderungen eine Nierenentzündung als Folge der Streptokokken-Infektion auftreten. Die großblasige Eiterflechte ist oft eine Infektion mit Staphylokokken, bei der größere und stabilere Blasen auftreten. Auch diese Blasen platzen und hinterlassen gerötete, offene Hautstellen. Beim Neugeborenen breiten sich die Blasen schnell aus und werden besonders groß, sodass die Gefahr eines staphylogenen Lyell-Syndroms besteht.

Behandlung: Die örtliche Behandlung besteht in krustenaufweichenden und antibiotikahaltigen Salben oder Cremes sowie in feuchten Umschlägen. In schweren Fällen müssen zusätzlich innerlich Antibiotika verabreicht werden. Unter entsprechender Therapie heilt die Eiterflechte in 1–2 Wochen narbenlos ab. Damit die ansteckende Eiterflechte sich nicht weiter verbreitet, ist strikte Hygiene erforderlich. Bettwäsche und Kleidung des Erkrankten müssen häufig gewechselt, die infizierten Hautstellen sollten möglichst nicht berührt werden. Um eine Übertragung der Erreger durch Kratzen zu vermeiden, werden die Fingernägel kurz geschnitten.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010

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